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Im Zwiegespräch mit mir selbst

Es gibt Computerspiele, in denen sich die Landschaften in Abhängigkeit der begangenen Aktionen verändern. Tut man Gutes, erblickt man eine blühende Landschaft voller Leben und Glückseligkeit. Tut man Schlechtes, wirkt sie dagegen dunkel, kalt, grau und feindlich.

Wenn ich einen Blick auf meine Seele werfen könnte, wie würde sie aussehen? Würde ich etwas Gutes entdecken? Oder etwas dunkles?

Ich schleppe diese schwere Bürde namens Vergangenheit mit mir herum. Wie eine mit einer unzerstörbaren Kette an mein Bein gefesselte Eisenkugel begleitet sie jeden meiner Schritte. Ich kann gehen, werde aber nie die Freiheit eines Freudensprungs genießen können, weil sie mich immer an den Boden fesselt. 

Schwere Gedanken umkreisen mich wie Fliegen. Da draußen gibt es so viele Menschen, die beste Freunde haben, einen großen Freundeskreis. Liebgewonnen Seelenverwandte, mit denen sie alles besprechen und teilen können. Ich beobachte sie scheinbar ungerührt aus der Ferne. Doch innerlich frisst mich der Neid auf. Mir ist bewußt, dass ich mir Zeit meines Lebens diese Freundschaften durch meine kühle, abweisende, unnahbare Art selber verbaut habe.

Die Außenstehenden werden nie verstehen, dass diese oft als Arroganz missinterpretierte Verhalten für mich nur eine reine Schutzfunktion ist. Die Narben auf meinem Herzen zeugen von zu vielen missbrauchten Vertrauensstellungen, zu vielen als persönlich empfundenen Niederlagen und zu vielen zerstörten Hoffnungen.

 

Eine Partnerin, die ich liebe und die mich sehr braucht, doch sie hadert mit dem Schicksal und mit der Vergangenheit. Sie spürt, dass meine Kraft schwindet. Schon mehrfach hat sie mit den Gedanken gespielt, zu gehen, weil sie mich mit ihren Problemen nicht weiter belasten soll. Was sagt man in solchen Situationen? Ich möchte für sie da sein, ihr Durchhaltevermögen schenken, ihr helfen und ihr die Kraft geben, endlich der Mensch zu werden, der in ihr steckt. Der Mensch, der von anderen unterdrückt, gepeinigt und verraten wurde. Doch der Weg ist hart, er ist steinig und er ist weit. Ich habe ihn unterschätzt und fühle mich überfordert. Ich habe Angst, dass das Ziel zu weit weg und zu schwierig zu erreichen ist. Dass sie irgendwann geht, um mich zu schützen. Dass ich irgendwann eingestehen muss, dass der Akku leer ist und ich nicht weiter kann. Ich verfluche die Menschen in ihrer Vergangenheit, die ihr das angetan haben. Wie gern würde ich wie in The Green Mile einfach das Schlechte aus ihr aussaugen und es diesen Menschen, die ihr so sehr geschadet haben, mit Wut und Genugtuung in ihren beschissenen Kopf blasen.

 

Mir fehlt die Entspannung, die Entlastung, der Ausgleich. Willenskraft hält mich am Laufen, aber die negativen Auswirkungen sind spürbar. Sie bemängelt häufig, dass ich fern bin, Gespräche nicht stattfinden, Witze ins Leere gehen...als ob ich nur körperlich, aber nicht geistig da bin. Und selbst der Körper streikt immer öfter, wie oft bin ich abends viel zu früh müde, nur um am nächsten Morgen geplättet aufzustehen.

Ein Teufelskreis beginnt sich zu drehen und ich weiß nicht, wie ich ihn aufhalten soll. Ich brauche mehr Kraft, um ihr aus ihrem Loch zu helfen, aber ich weiß nicht mehr, woher ich diese Kraft nehmen soll...

 

Manchmal frage ich mich, ob sie nicht ohne mich besser dran wäre? Könnte ich ihr als sehr guter Freund besser helfen als ich es als Partner könnte? Wir sind jetzt ein dreiviertel Jahr zusammen, aber ging es ihr in den letzten Monaten besser als in der Zeit "vor mir"? Viele Probleme haben wir gemeinsam aus dem Weg geräumt...aber ich dachte im Vorfeld, dass diese Beseitigungen vieles verbessern würde. Tut es aber nicht. Logisch, dass dann die Frage vor meinen Augen auftaucht...bin ich vielleicht selber das Problem?

 

Eine Zeile der Onkelz kommt mir wieder in den Sinn "bevor du and're lieben kannst, liebe erstmal dich, liebe erstmal dich". Ich spüre auf so vielen Weisen, dass ich mich aber nicht liebe, mit mir unzufrieden bin. Zu viele Tränen wurden in den vergangenen Jahren wegen mir vergossen. Ich erschrecke selber vor der kalten Härte, die ich oftmals gezeigt habe. Wie soll ein anderer Mensch diese Person lieben können? Mir fällt es schwer, das zu begreifen. 

 

Mit Anfang 20 macht man sich viele Gedanken darüber, wo man in zehn Jahren stehen möchte. Tolles Haus, verheiratet, Kinder, Glückseligkeit. Traurig belächle ich diese Träumerein. Nichts davon hat sich erfüllt, nichts davon fühlt sich an, als ob es in naher Reichweite wäre.

 

Ich blicke auf meine Eisenkugel hinab, starre sie gedankenverlorenen an. Dann richte ich den Blick wieder auf den Weg, der vor mir liegt. Langsam gehe ich den ersten Schritt. Die Kette rasselt, die Eisenkugel rutscht schwer knarrend über den Boden. Ich nehme meine Partnerin an die Hand und ziehe sie mit. Es muss weitergehen.

26.3.15 15:25


Stress

Montag werde ich eine kleine Kerze anzünden, für mich ganz allein. Montag werden die drei Monate rum sein, in denen das Wort "Stress" eine ganz neue Bedeutung für mich bekommen haben und ich bin nach langer Zeit verhalten optimistisch, dass es sich allmählich etwas lichten wird.

Einzug, Beziehung, Freunde, Job...irgendwie kam alles zusammen und dafür alles andere viel zu kurz. Unzählige Nächte zu wenig geschlafen und dafür unzählige Abende (am Wochenende) bereits um neun todmüde. Viele Freunde kamen viel zu kurz. Ich selber war oftmals total unnahbar, abwesend und mit meinen Gedanken bei irgendwelchen Baustellen, aber mit Sicherheit nicht im Hier & Jetzt.

Mir ist es fast nie gelungen, zu entspannen und mich fallen zu lassen. Keine Zeit, keine Gelegenheit, keine Ventile...eine Maschine, die einfach nur funktioniert hat...geleitet von sich ständig aktualisierenden Problemen und Prioritäten. 

Unabhängig von der zarten Pflanze Hoffnung auf Besserung, ich muss mir dringend wieder ein Ventil suchen.

10.3.15 14:46


Friendship Part II

Wenn Freunde nicht mehr sind, was sie mal waren,
wenn sie Dir nichts mehr geben, vergiss' ihre Namen!
Lieber Hass als gespielte Liebe,
Ist alles, was wir fühlen eine Lüge?

(böhse onkelz - Zeit zu gehen)

 

Ich habe eure Tränen gesehen. Habe Gespräche mit euch geführt. In euch die Sehnsucht nach alten Zeiten - nach dem was zwischen euch war - gespürt. Vorwürfe wurden nie offen ausgesprochen, dem Gegenüber nie die aktive Gelegenheit zur Erklärung gegeben. Unmöglich zu erfüllende Erwartungshaltungen geschürt. Statt als offene Menschen aufeinander zuzugehen, bleibt ihr stur und beendet die Freundschaft mit Tritten.

Nun geht auseinander und lebt nun mit trotzig erhobenem Kopf euer eigenes Leben. Doch wenn ihr euch im Spiegel betrachtet, seid euch darüber bewusst, dass ihr alle Verlierer seid!

 

Ich stehe hier als Außenstehender (bin ich das?) und schaue mit verständnislosem Kopfschütteln auf euch. 

Manchmal frage ich mich, ob es nicht besser gewesen wäre, ich hätte euch nie bekannt gemacht. Mit allen Konsequenzen, die damit verbunden wären. Sind Beziehungen wichtiger als Freundschaften?

Ich bin froh, dass diese Was-Wäre-Gewesen-Wenn-Fragen nie beantwortet werden können.

Und ich hoffe, es wird nie einer zurückblicken und bereuen...

10.3.15 14:09


Unwort 2015

Das Jahr ist gerade mal zehn Wochen alt, dennoch weiß ich bereits, welches mein persönliches Unwort 2015 ist: Erwartungen.

Ich beobachte es bei mir, aber auch bei anderen. Im Job ("Herr F., haben Sie bei Projekt x die Deadline wieder nicht geschafft?", in Beziehungen ("Ich habe schon lange keine Blumen mehr bekommen; sei doch endlich mal mehr romantisch!", in Freundschaften ("Du wolltest dich vor x Wochen melden", bei Dienstleistern (Stichwort Servicewüste Deutschland) oder einfach im ganzen normalen Leben ("Vielen Dank für's Nicht-Türe-Aufhalten!".

Das Erwartungs-Verhalten krankt aber in mehrfacher Hinsicht. Als Person, an die die Erwartungen gestellt werden, bin ich maximal dazu in der Lage, diese zu erfüllen. Mir wird es eigentlich nie gelingen, diese zu übertreffen. Entsprechend bin ich auch gar nicht dazu in der Lage, Anerkennung für meine Leistung zu bekommen. Denn eine Erwartungshaltung, die befriedigt wurde, löst nunmal bei der betreffenden Person keine Gefühle des Glücks, des Stolzes or what ever aus...man hat lediglich das Minimalziel erreicht, keiner von beiden wird damit glücklich werden.

Viel schlimmer ist jedoch, dass man sehr oft die Erwartungen nicht erfüllt. Das kann die verschiedensten Gründe haben. Teilweise weiß man gar nicht, dass Erwartungen an einen gestellt werden; vielleicht wurden sie nicht kommuniziert oder man hat die Botschaft nicht entsprechend verstanden (die Kommunikation zwischen Männlein & Weiblein ist da sehr oft ein Paradebeispiel). Oder noch schlimmer: man ist gar nicht erst in der Lage, die an einen gestellen Erwartungen überhaupt zu erfüllen. Misstöne vorprogrammiert.

Die Lehre? Ohne Erwartungshaltung leben. Und das ist leider viel einfacher als gesagt. Ich habe mich jetzt mehrere Wochen mit der Problematik der Erwartungen auseinander gesetzt und mich bemüht, möglichst keine Erwartungen an andere Menschen zu haben und zu identifizieren, wo in mich Erwartungen gesetzt werden (um diesen gerecht zu werden oder mittels Kommunikation auf die Problematik hinzuweisen)...alleine, ich schaffe es nicht, so dass ich auch nur ansatzweise damit glücklich werde.

Und so widme ich mich wieder resigniert dem Alltag. Wollte mein DSL-Anbieter nicht heute die neue Hardware schicken? Und meine Holde würde sich auch nochmal über Blumen freuen...

10.3.15 13:54


Läuft...(A34)

...zwar im schwindelerregendem Temp, aber immerhin...es läuft
1.12.14 15:27


Friendship

Freunde kommen und gehen. Es ist einfach der Lauf der Dinge. Manchmal stirbt die Freundschaft mit einem lauten Krachen, manchmal verflüchtigt sie sich still und leise, manchmal wird sie durch sich kreuzende Wege wieder belebt. Wir kennen das alle. Auf einige Menschen, die ich mal Freund genannt habe, kann ich heute gut und gerne verzichten; andere fehlen mir. Wie ich dich da in Zukunft einordnen werde, weiß ich heute nicht...die Zeit wird es zeigen.

Deinen Beitrag habe ich selbstverständlich bereits kurz nach Erscheinen gelesen. Zum ersten Teil kann ich dir nur von Herzen beglückwünschen. Ich freue mich sehr für dich, dass du dein passendes Gegenstück gefunden hast. Nach dem mehrmaligen Lesen des zweiten Teils hatte ich jedoch nur ein Wort im Kopf: Bullshit!

Eigentlich hatte ich gar nicht vor, mich zu dem Thema zu äußern. Insbesondere weil ich zu Beginn nur indirekt betroffen war und ich eigentlich davon ausgegangen war, dass zwei Erwachsene dazu in der Lage sein sollten, die Dinge zwischen sich verständnisvoll zu regeln. Nun, irren ist bekannterweise menschlich.

Es gibt sicherlich nicht den einen Schuldigen, sondern da haben mehrere Leute ihren Teil zu beigetragen (und da schließe ich mich auch mit ein!)...doch die Misstöne und insbesondere die Konsequenz kommen aus deiner Ecke...und verfickte Scheiße, ich verstehe dich nicht!

Du hast sie als unsichere, verletzte Person kennengelernt. Doch statt ihr mit Verständnis zu begegnen, befeuerst du die Situation nur. Bist du eigentlich total meschugge, solch einer Person den Floh ins Ohr zu setzen, dass du nicht glaubst, dass ihr neuer Partner treu ist/bleibt?! Ohne Beweise und konkrete Anhaltspunkte setzt du solch eine unwahre Behauptung in den Raum? Auch noch über einen Menschen, den du als Freund betitelst? Sowas macht man einfach nicht. Insbesondere bei einer solch unsicheren Person! Du hast als Außenstehende eine Beziehung langanhaltend beschädigt, zwei unschuldige Menschen, die zueinander gefunden haben, müssen nun Vertrauen zueinander aufbauen, nur weil du...

Dir sollte klar sein, dass du mit dieser Aktion jegliches Vertrauen verspielt hast, dass du jemals bei mir hattest. Wunderst du dich da wirklich, dass sich die beiden Menschen von dir zurückgezogen haben und sich dir nicht mehr öffnen wollen!?

Sicherlich kannst du nun auch verstehen, dass ich es sehr lächerlich finde, wenn du es verurteilst, dass dein neuer Freund in einen Disput aus Geheimnissen und Beziehungsloyalität kam. Du weißt ja...Steine und Glashäuser...

Sehr lange habe ich darüber nachgedacht, wie ich diese Zeilen schreiben soll. Du warst mir - auf deine ganz eigene Art und Weise - ein sehr wichtiger Mensch. Wir haben einige Tage und Momente verbracht, die mir sehr viel bedeuten und die ich immer in meinem Herzen behalten werde. Doch auf der anderen Seite bereue ich es heute, dass ich euch miteinander bekannt gemacht habe. Das ist nur ein kleiner Satz, aber begreifst du die Dimension dieser Worte auch? Über den Stand der Dinge bin ich sehr traurig, aber du hast mich einfach bitterböse enttäuscht. Mir wäre es egal, wenn es nur die Freundschaft zwischen euch beiden betroffen hätte. Ist dir das Ausmaß egal oder - noch verwerflicher - nimmst du es billigend in Kauf? Denn du hast nicht eine Freundschaft beendet, du hast drei Freundschaften beendet und darunter leiden zwei Menschen.

13.11.14 13:15


Heuchelei

Ich beobachte wie die Welt an mir vorbeizieht. Sehe...wie die Menschen handeln. Höre...wie sie reden. Lese...was sie schreiben. Diese selbstbewußten Taten, diese aufrichtigen Worte, diese Zeilen von Herzen. Alleine...sie passen nicht zusammen.

Ist euch bewußt, dass ihr euch gerade selber belügt? Die Wahrheit schmerzhaft verdreht? Nicht für die Prinzipien einsteht, die ihr so lauthals verkündet? Ihr verratet eure Liebsten, eure Freunde, eure Familie und wundert euch tatsächlich, dass euch später eure Lügen um die Ohren fliegen? Euer mit Heucheleien gebautes Kartenhaus in sich zusammen stürzt?

Ich lege den Hörer auf. Schließe die Türe hinter euch. Gehe euch aus dem Weg. Verschließe mich vor euren vergifteten Worten.

Wie könnt ihr euch selber nur im Spiegel ansehen? Ihr kotzt mich an.

30.10.14 18:46


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