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Dämonen der Vergangenheit

Wieder im Kampf gegen Dämonen der Vergangenheit, dieses Mal aber weniger die meinen, sondern die meiner Partnerin. Auch wenn es textlich nicht passt, säuselt mir Phillip Poisel dabei ins Ohr: "Wie kann ein Mensch das ertragen"

Du hast so viele Scheiße erlebt und durchmachen müssen. Unzählig die Narben auf deiner Seele. Ein unbedachtes falsches Wort und die mühsam erbaute Mauer stürzt wieder in sich zusammen. Mühsam wird Stein um Stein wieder aufgebaut, nur mit dem Wissen, dass sie auch dieses mal nicht ewig halten wird. Doch gibt man sein Bestes, damit sie länger hält als zuletzt. Ich versuche dich aufzufangen, wenn ein Tag wieder zu viel für dich war. Ein stetiger Kampf gegen Dämonen.

Ich sitze deiner Mutter am Feiertagstisch gegenüber. Ohne äußerliche Regung beobachte ich ihr kindliches Verhalten voller Abscheu. In meinem Innern tobt der Wolf, zerrt an seinen Ketten und quittiert meine Tatenlosigkeit mit einem tiefen Grollen. Oh, ich warte nur auf ein falsches Wort, um der gesammelten Wut mit eiskalter Berechnung ein Ventil zu geben. Mir ist jedoch bewusst, dass dies im Nachhinein nie mehr zu kitten wäre und ich möchte dadurch nicht das Verhältnis zu restlichen Verwandtschaft gefährden. Und so sitze ich weiter am Tisch. Mache gute Miene zum heuchlerischen Spiel. Die Dämonen sitzen neben der Mutter, grinsen mich an und winken mir spöttisch zu...

Aber nicht nur auf irgendwelchen dubiosen Familientreffen/-feiern muss ich gegen sie kämpfen. Auch im ganzen normalen Alltag holen sie einen immer wieder ein. Je länger ich kämpfe, desto mehr fallen mir die Veränderungen ins Auge. Denn inzwichen kämpfe ich auch gegen welche, die auf meinen Mist zurückgehen. Und das ist fürchterlich deprimierend. Ich blicke auf meinen eigenen Weg zurück. Gebrochene Herzen, gescheiterte Beziehungen und so viele Tränen liegen hinter mir. Manchmal frage ich mich, ob ich überhaupt beziehungsfähig bin oder ob ich meiner Umwelt doch lieber den Gefallen tun sollte und niemanden an mich heranlassen sollte. Ich frage mich, warum ich es ihr scheinbar noch schwerer mache...dabei hatte sie schon so viel ertragen müssen. Statt über Fragen und Antworten zu sinnieren, versuche ich wieder in den Kampf zu ziehen. Gegen die Dämonen. Meine. Und ihre.

23.4.15 11:27
 
Letzte Einträge: Manche Dinge ändern sich nie, :/, RIP Daywalker, Ein Ausflug hinter Gittern, Wut, Ich mag dieses Leben nicht mehr


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(25.4.15 20:45)
ich frage mich, ob es Dämonen sind, die eine Mauer im Stande ist zurück zu halten.... scheinbar nicht, sonst würde die mühsam erbaute Mauer nicht jedes Mal wieder zusammen fallen...
Manchem Dämonen muss man ins Auge blicken um zu erkennen wo sie tatsächlich herkommen, und um sich bewusst zu machen, dass sie der Vergangenheit angehören, nicht aber dem Hier und Jetzt. Es ist ein langer, beschwerlicher, harter Weg, so mit einander zu Arbeiten, dass man gemeinsam die Dämonen in die Vergangenheit schicken kann, dahin schicken kann, wo sie hingehören, um in Frieden und befreit leben zu können. Ein wegsperren hilft leider nur phasenweise... Wochen, Tage, Stunden... aber nie für immer.... Ich wünsche Dir und Deiner Partnerin die Kraft und die Stärke den Blickwinkel zu ändern und den Dämonen ins Auge zu blicken, sie als das zu akzeptieren was sie sind, und mit Ihnen zusammen so zu arbeiten, dass sie sich eines Tages auflösen... Licht und Liebe für Euch

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