* Startseite     * Über...     * Archiv     * Kontakt     * Abonnieren



* Freunde
   
    thegloriousmess

    drex79
    zwischen-den-zeilen-lesen
   
    anibeutel

   
    celesteunentschlossen

   
    ichwills

   
    ibiza-strand

    metaphera
    - mehr Freunde








34 Sorgenfalten

Oder so.

Nachdem es einige Wochen stetig aufwärtes ging, brachten Ereignisse auf diversen Nebenkriegsschauplätzen das Fundament stark ins Wanken. Soweit, dass selbst ich mir eingestehen musste, dass es einfach zu viel ist und mich überforderte. Von den Auswirkungen auf meine Partnerin ganz zu Schweigen.

Einige Tage stand man ohnmächtig vor diesem ganzen Chaos, welches sich da aufgetürmt hatte. Und es gab Momenten, in denen wir den Kopf hängen ließen und resignierten. Man sah sich gegenseitig ins Gesicht, traurigen Blickes, die Stirn gerunzelt, die Sorgenfalten des Anderen betrachtend.

Dann wurde ein Blatt Papier geholt, der Stift wurde gezügt, eine ToDo-Liste niedergeschrieben, mit Farben die Prioritäten vergeben, die Ärmel hochgekrempelt und sich auch mit unliebsamen Dingen auseinander gesetzt.

Querschießende Freunde? Da behalte ich mir lieber schöne Erinnerungen und ziehe einen Schlussstrich, bevor wir in einem Strudel aus Vorwürfen und Rechtfertigungen ersaufen.

Egozentrische Familienmitglieder der Partnerin? Inzwischen kann ich dieses "Ich, Ich, Ich, ABER ICH!" nicht mehr hören. Ich bin regelrecht froh, dass es an den beiden vergangenen Wochenenden in der Beziehung gekracht hat. Ein reinigendes Gewitter. Auch wenn noch lange nicht alles aus der Welt ist, zumindest bin ich mit dem Anfang zufrieden. Und auch mit der Konsequenz: Kontakt-Reduziereung. Und das deutlich. Besser für alle Beteiligten. Und ich hoffe (Naivität lässt grüßen), dass gewisse Personen mal ihr eigenes Verhalten reflektieren und endlich aufhören, ihre Fehler zu akzeptieren, für sie einzugestehen.

 

Nicht nur bei meiner Partnerin haben die verganenen Wochen sehr starke Spuren hinterlassen, sondern auch bei mir selber. In den letzten Wochen habe ich sehr oft gemerkt, dass meine Nerven wie freiligende Kabel sind. Manchmal reichte eine kleine Berührung für einen Funkenschlag. Sehr ungewöhnlich für mich. Ich bemühe mich derzeit sehr darum, wie zu mir selber zu finden, die Ruhe wieder zu finden.

Der Sport hilft bisher nur begrenzt, zu oft bin ich total unzufrieden mit meinen Leistungen. Ich kenne mich so nicht. Früher war ich Fußballspieler. Selbst als ich vor zwei Jahren mit Freeletics angefangen habe, vielen mir die Übungen viel, viel leichter als heute. Es ist sehr frustrierend.

Kürzlich habe ich ein Workout gemacht und ich war mit der Performance wirklich sehr zufrieden. Meine Partnerin hat die letzte Runde auf Video aufgenommen. Und das, was ich da gesehen habe. Da war eine dicke, unsportliche, fremde Person zu sehen. Das war doch nicht ich, der so gut trainiert hat?! Mir ist klar...nach monatelanger Futterei ohne Bewegung kann ich einfach nicht erwarten, innerhalb kürzester Zeit da ne Killer-Leistung hinzulegen. Ich will einfach zu viel. Aber trotzdem...diese Person, die da im Spiegel ist, diese Person da auf dem Video. Die will ich nicht (mehr) sein...


19.8.15 13:54
 
Letzte Einträge: Manche Dinge ändern sich nie, :/, RIP Daywalker, Ein Ausflug hinter Gittern, Wut, Ich mag dieses Leben nicht mehr


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung